Geschichte des Struwwelpeters


Wer kennt ihn nicht, den Struwwelpeter. Ob als Kind oder Erwachsener, die Geschichten von Heinrich Hoffmann begeistern bis heute groß und klein und sind für viele ein Stück ihrer Kindheit.

Aus Frankfurt ist der Struwwelpeter sowie Heinrich Hoffmann nicht wegzudenken, handelt es sich doch bei Hoffmann um einen echten „frankfoorder bub“.

In Sachsenhausen findet man die Apfelweinwirtschaft Struwwelpeter dort, wo einst das Aprikösie durstige Apfelweinliebhaber aufnahm. Im Jahre 1990 wurde der Struwwelpeter von der Familie Badreddine übernommen und heißt alle Apfelweinliebhaber herzlich willkommen.

Geschichte des Apfelweins


Ob Apfelwein, Ebbelwoi, Stöffche oder Äppler, der Erfolg des Frankfurter Nationalgetränks hat eine lange Geschichte.

Der Apfelwein wurde erstmals um das Jahr 800 n. Chr. erwähnt. In Frankfurt ist er erst 800 Jahre später, um das Jahr 1600, nachgewiesen.

Im Jahre 1638 wurde per Ratsverordnung die strenge Reinhaltungsbestimmung verabschiedet, an die sich auch heute noch die Kelterer halten müssen.

Das Frankfurter Nationalgetränk hatte aber keinen leichten Einstieg. Das Traditionsgetränk der damaligen Zeit war der Wein aus der Maingegend. Der Apfelwein wurde vielmehr als Gelegenheitsgetränk für arme Leute angesehen, welcher vorwiegend in Heimherstellung produziert wurde.

Erst mit dem Verfall der Weinkultur durch Veränderung des Klimas sowie die Zerstörung vieler Weinberge infolge des dreißigjährigen Krieges beflügelten den Apfelwein zum (neuen) Frankfurter Nationalgetränk.

Geschichte des Geribbte

Der Eppelwoi / Stöffche wird aus dem sogenannten "Geribbte" getrunke. Die spezielle Strukturierung des Griffbereichs der Gläser ist darauf zurückzuführen, dass früheroft ohne Besteck gegessen wurde und Gläser ohne Struktur leichter durch die dann fettigen Hände glitten. Heutzutage dient das Muster des Gerippten vor allem der Wahrung der Tradition und ist ein Wiedererkennungsmerkmal für den Genuss von Apfelwein geworden.

Das Gerippte wird üblicherweise in den Größen 0,25 Liter und 0,5 Liter geführt. Traditionell fasst es allerdings 0,3 Liter. Aus diesem Grund waren die Gläser der Größe 0,25l auch als "Beschisserglas" verpönt, da oftmals der Preis trotz des geringeren Inhalts gleichblieb. ….na dann Prost !!!

Geschichte des Bembels

Als Bembel wird eine dickbauchige Steingutkanne bezeichnet, die in südhessischen Gaststätten zum Ausschenken von Apfelwein benutzt wird. Traditionell werden Bembel im Westerwald im Kannenbäckerland in Handarbeit hergestellt. Sie haben eine Salzglasur in grauer Farbe, zumeist mit blauen Mustern und weisen in Form und Glasur bevorzugt gewisse Unregelmäßigkeiten auf, die der handwerklichen Herstellung geschuldet sind. Früher waren die Bembel auch mit einem Zinndeckel versehen. Die verschiedenen Größen werden in der Regel nach ihrem Volumen, gemessen am Inhalt als Anzahl von Gläsern, benannt, also zum Beispiel 4er-, 8er-, 12er- oder 24er-Bembel. In traditionellen Gaststätten fasst das als Geripptes bezeichnete Glas 0,3 Liter, mittlerweile werden jedoch häufig "Beschissergläser" von 0,25 Litern Fassungsvermögen benutzt, so dass ein 4er-Bembel je nach Gaststätte 1 oder 1,2 Liter Apfelwein enthält.

Traditionelle Bembel haben ihre dickste Stelle ungefähr in der Mitte, nicht zum Halse hin, und sie besitzen einen sanften Übergang vom Bauch zum Hals, damit sich der Inhalt gut ausgießen lässt, ohne nachzuschwappen. Der enge Hals stülpt sich nicht oder nur kaum nach außen aus. Besonders traditionelle Formen besitzen einen sichtbar abgegrenzten, fast zylindrischen Fuß. Bemalt werden Bembel mit stilisierten Apfelzweigen oder Kränzen, nicht mit floralen Ornamenten. Angesprungene Bembel wurden früher mit Drahtverschnürungen vor weiterem Entzweigehen bewahrt und weiterverwendet.

Größere Bembel werden – meist in Gaststätten – in "Faulenzern" verwendet. Das sind schmiedeeiserne Gestelle, die durch einen in der Schwerpunktachse drehbar gelagerten Kippmechanismus das Einschenken aus den schweren Steingutgefäßen erleichtern. Über Hessen hinaus bekannt wurde der Bembel vor allem durch die Fernsehsendung Zum Blauen Bock mit Otto Höpfner und später Heinz Schenk, in der den Gästen der Sendung jeweils ein Bembel zur Erinnerung überreicht wurde.


Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Apfelwein
http://www.magellanworld.net/deutschland_essen_trinken_ebbelwoi.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Geribbtes
http://de.wikipedia.org/wiki/Bembel